Den Schafen die Wolle zu nehmen tut ihnen doch nichts, oder?

Dieser Ansicht sind leider sehr viele Leute. Die verheerenden Umstände der Produktion des Wollpullis oder der gestrickten Wollsocken gehen dann leicht vergessen.

Wolle wird hauptsächlich aus Australien, China und Neuseeland importiert. Die hiesige Wolle ist nicht lukrativ und auf Grund ihrer Qualität nur als Abfallprodukt geeignet. Die Schäfer leben von der Fleisch- und nicht von der Wollproduktion.

Zucht

Gezüchtet werden extra Merinoschafe, welche eine sehr faltige Haut besitzen und dadurch mehr Wolle liefern. Bei warmen Temperaturen sind diese Hautfalten allerdings der ideale Nistplatz für Fliegen. Die geschlüpften Larven fressen dann das Schaf grausam von innen auf. Man könnte natürlich weniger faltige Schafe züchten, man entscheidet sich allerdings lieber dafür, den Schafen beim sogenannten "Mulesing", meist ohne Betäbung, tellergrosse Hautlappen im Bereich der Hinterbeine und des Schwanzes herauszuschneiden. Genau in diesen entblössten und blutigen Wunden nisten sich dann ironischerweise gerne Fliegen ein und legen ihre Larven ab, was zu Infektionen unter der Haut führt.

Schur

Beim Schären selber wird keine Rücksicht genommen, da in den Produktionsländern keine strengen Tierschutzregeln gelten. Die Tiere werden grob fahrlässig verletzt und zerschnitten, um ein möglichst effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Die Angestellten werden pro Tier bezahlt und sind deswegen bestrebt, so schnell wie möglich zu schären. Die Wunden werden nach dem Schären notdürftig und ohne Betäbung zugenäht. Die Schafe werden dabei herumgezerrt und getreten.

In kälteren Regionen werden die Schafe extra vor dem Winter geschoren, damit das Fell schneller nachwächst. Auch andere Tiere wie zum Beispiel Alpakas, Angora-Kaninchen oder Cashmere- und Mohair-Ziegen sind Opfer dieser erbarmungslosen Industrie. Sobald die Tiere nicht mehr genügend Wolle liefern, werden sie in Schlachthöfe in aller Welt verkauft. Die letzten Tage oder Wochen bevor ihnen die Kehle durchgeschnitten wird verbringen sie in tierquälerischen Lebendtransporten.

Quellen/weitere Infos:

Ausführliche Informationen unter swissveg.ch/wolle.


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