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Weitere tierische Produkte

Im Alltag begegnet man immer wieder tierischen Produkten, die man nicht sofort als solche erkennt.

Einige Beispiele haben wir für dich hier zusammengestellt:

Roter Farbstoff aus Läusen: Eine spezielle Art von Schildläusen wird extra dazu gezüchtet, um die Weibchen zu zerdrücken und aus ihrer Körperflüssigkeit den roten Farbstoff Karmin zu gewinnen. In der Zutatenliste findest du diesen nicht veganen Inhaltsstoff unter den Namen "Cochenille", "E120", "Karmersin, "(echtes) Karmin" oder "Marmoisin".
Informationen zur Herstellung des Farbstoffes findest du unter "Die Zeit: Roter Farbstoff mit sechs Beinen"

Vitamin D: Das Vitamin wird häufig aus dem Fett der Wolle gewonnen.

Gelatine: Häute und Schwarte werden aufgekocht und so stark verabreitet, dass fast nur noch das Eiweiss zurückbleibt. Dies ergibt dann die Gelatine. Das beliebte Bindemittel wird nicht nur in Patisserie eingesetzt, das tierische Eiweiss wird auch in der Leimproduktion verwendet.

Klärmittel: Fruchtsäfte, Weine, Essige sind von Natur aus trüb. Diese Schwebeteilchen mögen viele Konsumenten nicht, da sich daraus ein Bodensatz bilden kann. Deshalb werden sie oft mit Hilfsmitteln entfernt. Zum Einsatz kommen dabei Gelatine, Eieiweiss, Fischblase und andere Stoffe. Leider müssen solche Schönungsmittel nicht deklariert werden. Ein naturtrüber Apfelsaft und ein im Weinfass lange gelagerter Wein benötigen keine solchen Hilfsstoffe. Es ist aber auch möglich mit Mikrofilteranlagen die Trübstoffe ohne Hilfsmittel zu entfernen. Die Sicherheit, ein veganes klares Getränk vor sich zu haben, hat man deshalb nur, wenn es als vegan deklariert wurde. Z.B. mit dem offiziellen europäischen V-Label.

Vorsicht bei Backwaren: Leider kann man heutzutage nicht einmal mehr einfaches Brot kaufen, ohne vorher einige Dinge zu beachten. Als Backfett wird in gewissen Bäckereien auf billiges Schweineschmalz oder auf Fett von anderen Tieren zurückgegriffen - Backfett muss nicht deklariert werden. Gewisse Enzyme, die dem Brot zugesetzt werden, können tierischen Ursprungs sein. Ein weiterer, unappetitlicher Zusatzstoff in Form eines Mehlbehandlungsmittels ist Cystein, welches aus tierischen Haaren, Borsten oder Federn gewonnen werden kann - Cystein ist nicht deklarationspflichtig. Um ganz sicher zu sein bleibt nur die Produktanfrage beim Hersteller oder das Brot ganz einfach selber backen.


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