Seide – pure Tierquälerei

Für die Produktion von 250 Gramm Seide werden etwa 3000 Raupen getötet.

Es mag ja zutreffen, dass Seide schön anzusehen ist. Was sich allerdings hinter den Schals, Krawatten, Tücher, Hemden und Blusen aus Seide verbirgt ist alles andere als schön.
Die Grausamkeit der Seideherstellung ist leider noch weitgehend unbekannt. 

Produktionsprozess

Der Seidenspinner durchläuft natürlicherweise eine Verwandlung vom Ei zur Raupe, von der Raupe zur Puppe und von der Puppe zum geschlüpften Nachtfalter. Um an die feine Faser zu gelangen wird der Faden des Seidenkokons abgesponnen bevor die Tiere schlüpfen und den Faden durchbeissen - denn dies würde die Seide für die Züchter unbrauchbar machen. Die Seidenraupen werden deshalb kurz vor der Metamorphose zum Schmetterling mit ihrem Kokon in kochendem Wasser ausgekocht, mit heissem Wasserdampf getötet oder in der Mikrowelle "gegrillt". Während des hilflosen Versuchs, dem Tod zu entrinnen, winden sich die Tiere dabei sichtlich in ihrem Kokon.

Ausmass der Quälerei

Für ein Seidenkleid oder einen indischen Sari werden unfassbare 50'000 Seidenraupen lebendig gekocht. Weltweit wurden im Jahr 2011 rund 127'000 Tonnen Seide produziert, was den Tod von Billionen von Tieren forderte. Mit 80% Marktanteil ist China das Hauptproduktionsland, gefolgt von Indien und Thailand. 

Ökologische Folgen

Aus ökologischer Sicht ist Seide als "Naturprodukt" ebenfalls sehr problematisch. Für die Herstellung von 15 Kilogramm Seide benötigt man 11'000 Tonnen Maulbeerblätter. Für den Anbau dieses Futtermittels kommen grosse Mengen Pestizide zum Einsatz. Diese Massnahme tötet andere Insekten ab, welche ebenfalls Maulbeerblätter essen würden. Die Seidenindustrie betreibt dadurch eine massive Ressourcenverschwendung mit grossem Einfluss auf das Ökosystem.

Quellen/weitere Infos:

Ausführliche Informationen unter swissveg.ch/seide

Siehe auch: Seide ersetzen


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