Ist die Jagd notwendig?

Jährlich werden in der Schweiz knapp 120'000 Rehe, Hirsche, Füchse, Murmeltiere, Gämsen und Kaninchen erschossen.

FaktenReh

Befürworter der Jagd behaupten, dass durch den gezielten Abschuss von Wildtieren einer Überpopulation und Wildschäden vorgebeugt werden könne. Ausserdem werde die Natur bewahrt. Doch diesen Aussagen stehen handfeste Beweise von Ökologen und Biologen gegenüber.

Überpopulation

Durch ein komplexes Zusammenspiel zwischen Nahrungsangebot, Umweltbedingungen und vorhandenem Lebensraum regelt sich auch der Tierbestand von selbst. Lebt zum Beispiel mehr Wild auf einer Fläche, als diese Futter hergibt, wird dementsprechend die Anzahl der neugeborenen Tiere sinken. Je mehr Wild also abgeschossen wird, desto mehr Jungtiere werden geboren. Demnach bedeutet eine hohe Anzahl an Jungtieren, dass es eigentlich zu wenig Tiere hat und sich die Population erholen sollte. Doch Jäger nutzen die scheinbar hohe Anzahl von Jungtieren, um damit die Jagd auf das Wild zu rechtfertigen.

Wildschäden

Rehe zum Beispiel essen am liebsten die Rinde und die Triebe der wachsenden Bäume, doch somit stirbt auch der Rest der Pflanze ab. Um diese Mindereinnahme zu verhindern, erlegt der Jäger die potentiellen «Übeltäter» schon im Voraus. Aus ökologischer Sicht jedoch ist das Abschiessen von zahllosen Rehen keinesfalls nötig. Denn auch hier passen sich Pflanzen- und Tierwelt hervorragend einander an. Wenn die Jäger die Tiere nicht mit ihren Gewehren von den gewohnten Weideplätzen, den Wiesen und Feldern am Waldrand, verscheuchen würden, müssten sich die Rehe auch nicht nach alternativer Nahrung (eben den Jungpflanzen) umsehen. Übrigens kann man das Anfressen von Jungpflanzen ganz einfach verhindern, indem die neuen Aufforstungen eingezäunt werden.

Jagdbild


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