Daunen: Kein Produkt für Tierfreunde

Der Mensch sollte endlich aufhören, sich mit fremden Federn zu schmücken.

Keine Argumente für Daunen

Die wärmenden Eigenschaften der Daunen als Füllmaterial in Bettdecken, Kopfkissen, Schlafsäcken und Mänteln ist schon lange kein Kaufargument mehr. Denn mit der Entwicklung und dem Einsatz alternativer Materialen mit derselben, wenn nicht sogar besseren wärmedämmenden Wirkung, sind Daunen in ihrem Nutzen abgelöst worden. Der Ruf als Luxusprodukt überzeugt leider immer noch viele Konsumenten, Produkte mit Daunenfüllung zu kaufen. Dies obwohl alternative Füllstoffe die Wärme besser halten können, schneller trocknen und meist viel haltbarer sind.

Lebendrupf

Der Produktionsprozess von Daunen ist gnadenlos und brutal. Die Arbeiter werden nach Anzahl gerupfter Tiere und nicht nach Arbeitszeit bezahlt - entsprechend forsch wird mit den Tieren umgegangen.

Die Tiere (meist Gänse oder Enten) werden von den Arbeitern eingfangen, an den Hälsen gepackt und zwischen die Beine geklemmt. Sie werden bei vollem Bewusstsein ohne Rücksicht auf das Wohl des Tieres gerupft, was meist zu blutenden Fleischwunden und vielen schweren Verletzungen bei den Tieren führt. Die Wunden werden oftmals direkt, ohne Betäubung und Desinfektion, von den Rupfern notdürftig genäht. Die Todeszahl der Tiere beim Rupfen ist enorm, jedoch von vornherein einkalkuliert - viele Tiere sterben beim Rupfen oder kurze Zeit darauf. Die Tortur wiederholt sich alle sechs Wochen.

Totrupf

Auch das Rupfen von "Schlachttieren" ist nicht wirklich rühmenswert - auch wenn dies viele Firmen gerne so sehen würden. Die Tiere werden dabei hauptsächlich für die Fleischerzeugung verwendet und nicht explizit für den Rupf. Somit bleibt ihnen der Stress und die Angst durch den Rupf erspart - allerdings löst der Transport und die Schlachtung ebenso Angst und Stress aus. Das Leid der Tiere wird somit durch den Totrupf nicht umgangen. Dass die Verwertung möglichst vieler Teile des "Schlachtkörpers" die Fleischproduktion noch lukrativer macht und Daunen kein "Abfallprodukt" sind, sondern ein wirtschaftliches Haupt- bzw. Nebenprodukt der Tierhaltung sollte eigentlich jedem einleuchten.

Umwelt

Daunen als Naturprodukt geniessen einen guten Ruf - ihre Produktion ist allerdings auf keinen Fall umweltfreundlich. Die Massentierhaltung von Gänsen und anderen Rupftieren belastet das Ökosystem und vorallem das Grundwasser. Das aufzuwendende Futtermittel über die gesamte Lebenszeit der Tiere darf bei der Ökobilanz auch nicht ausgeblendet werden.

Quellen/weitere Infos:


Alle Infos auch zum Weitergeben in unseren beiden Broschüren: Hier kostenlos bestellen.